Der 'ökologische Fußabdruck' ist eine Veranschaulichung, die benutzt wird um die Größe der Fläche vorherzusagen, die die Weltbevölkerung theoretisch für Ernährung und Abfallentsorgung bräuchte. Er vergleicht den Verbrauch von natürlichen Ressourcen mit der ökologischen Kapazität der Erde, diese wieder herzustellen. (Der Fußabdruck des Menschen ist derzeit 25% größer als die nachhaltige Biokapazität des Planeten.)
Der Fußabdruck ist ein weithin benutzter Indikator für die Nachhaltigkeit von individuellem Lebensstil, Industriesektoren, Regionen oder Ländern. Zum Beispiel bekommt man laut www.ecologicalfootprint.com für den/die durchschnittlichen, umweltfreundlich lebenden, ein kleineres Haus bewohnenden, BürgerIn Großbritanniens die folgenden Zahlen:
Die Person hat einen ökologischen Fußabdruck von 4,4 Hektar/Jahr wenn sie die durchschnittliche Menge Fleisch konsumiert und 4,9 Hektar/Jahr wenn sie viel Fleisch isst. Falls die Person VegetarierIn ist, sind dies nur noch 3,6 Hektar/Jahr und wenn sie sich vegan ernährt, sind es 3,3. Für andere westeuropäische Länder sehen die Zahlen sehr ähnlich aus.
Derzeit stehen pro Person ca. 1,65 Hektar zur Verfügung.
Wenn alle Menschen der Erde versuchten, den Lebensstil der BritInnen zu übernehmen, bräuchten wir 2,7 Planeten für normale Fleischkonsumenten, 3 Planeten für überdurchschnittliche Fleischkonsumenten, 2,2 Planeten für Vegetarier und 2 für Veganer.
Trotz der heftigen Diskussion um die Methodologie des ökologischen Fußabdrucks, stellt dieser ein gutes Mittel dar um aufzuzeigen, was für einen riesigen Unterschied eine Änderung des Lebensstils bewirken kann. Vegane Ernährung kann einen Planeten sparen. Der nächste erdenartige ist nur etwa 20 Lichtjahre entfernt...
Die Zahlen zeigen auch, dass wir nicht nur unsere Ernährungsweise ändern müssen. Reduzierung des Energieverbrauchs, Änderung der Reisegewohnheiten, weniger Ansprüche... oder wir müssen den übernächsten Planeten erreichen, der viel weiter weg ist...