Supermärkte - Supermächte

Konzentration der AgrarmachtKonzentration der Agrarmacht
Unpersönliche Gänge voll mit aufdringlichen Verpackungen, endlose Reihen von Fremden, falsche Lächeln und gelangweilte MitarbeiterInnen, die nichts über die Produkte wissen, die sie verkaufen – gibt es nicht einen besseren Weg unsere Nahrungsmittel zu bekommen?

Supermärkte stehen am Ende der Nahrungsmittelkette und haben einen enormen Einfluss auf die Art und Weise, in der unser Essen produziert, verarbeitet und verkauft wird. Auch der tägliche Umgang von Menschen untereinander hat sich seit ihrer Etablierung verändert. Supermärkte haben ihre eigenen Richtlinien und Bedingungen. Aufgrund ihrer zentralisierten Verteilungs- und Marketingstrategien verlangen sie riesige Mengen an Produkten der gleichen Form, Größe und Geschmack - am besten 12 Monate im Jahr. Für KleinbäuerInnen oder kleine unabhängige Marken ist es beinahe unmöglich diese Bedingungen zu erfüllen. Ein/e NahrungsmittelherstellerIn muss, um ein neues Produkt einzuführen, erst die Supermärkte überzeugen dieses in die Regale aufzunehmen.

Um KundInnen anzulocken, wollen Supermärkte ihre Preise niedrig halten. Dieses Preisdiktat übt Druck auf die Lieferbetriebe aus. Sie wiederum müssen Druck auf die Verarbeitungsbetriebe ausüben und so geht es durch die gesamte Herstellungskette bis hin zu den Kleinbäuerinnen und LandarbeiterInnen. Sie sind die einzigen, die die Preissenkungen nicht weiterreichen können, weshalb viele Bauern/Bäuerinnen ihre Betriebe aufgeben.

Der schnell wachsende Einfluss der Supermärkte auf unser Leben scheint sich unbemerkt zu vollziehen. Trotzdem ist es möglich dieses ausufernde Monopol zu stoppen. Du kannst kleine, unabhängige Ladenbesitzerinnen unterstützen und einer Lebensmittelkooperative beitreten (oder eine solche gründen), die die Großhändler und Supermärkte umgeht. Da Kooperativen gewöhnlich direkt von lokalen ProduzentInnen kaufen, werden Transportwege verringert und es entsteht ein größeres Verständnis für die Lebensmittelproduktion. Zwischen dem Feld und dem Teller muss kein Aldi, Lidl, Carrefour oder Edeka stehen.

Zum weiterlesen: What's Wrong With Supermarkets www.corporatewatch.org/?lid=1910